Michael Preiser

In der Spielzeit 2017/18 wird Michael Preiser als Chordirektor und Kapellmeister am Gemeinschaftstheater Krefeld/Mönchengladbach tätig sein, und in dieser Funktion auch die Arbeit mit dem Niederrheinischen Konzertchor übernehmen.  

Seine musikalische Ausbildung absolvierte Preiser an den Hochschulen in Detmold, Berlin („Hanns Eisler“) und Essen (Folkwang), wo er neben dem Kapellmeisterdiplom auch das Konzertexamen als Pianist ablegte. Neben Prof. David de Villiers (Dirigieren) und Prof. Arnulf von Arnim (Klavier) zählen Vitali Margulis und Igor Shukow zu seinen wichtigsten Lehrern. 

Umfangreiche Erfahrung in der Arbeit mit Chören sammelte er u.a. 2004/05 mit dem Universitätschor Bielefeld, 2006-2013 als Leiter des Oratorienchores der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sowie des Konzertchores Bielefeld, sowie in einzelnen Projekten mit den Städtischen Musikvereinschören Rheine und Gronau und dem Philharmonischen Chor Bochum. Mit dem Niederrheinischen Konzertchor brachte er u.a. 2013 bereits Mendelssohns „Walpurgisnacht“ und Chorwerke von Johannes Brahms zur Aufführung. 

Neben seinem gleichzeitigen Engagement als Pianist und Liedbegleiter war er des weiteren projektweise bei den „Loreley-Festspielen“, am Théâtre National Du Luxembourg, dem Aalto-Theater Essen, dem Dortmunder Theater, dem Stadttheater Gießen, den Städtischen Bühnen Münster sowie am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen tätig.
Seit September 2010 ist Michael Preiser Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung am Gemeinschaftstheater Krefeld und Mönchengladbach und seit Sommer 2012 künstlerischer Leiter des Niederrheinischen Kammerorchesters Moers.
Für das Theater Krefeld/Mönchengladbach zeichnete er als musikalischer Leiter bereits für eine Reihe von Produktionen verantwortlich, darunter Tom Johnsons "Vier Ton Oper" mit dem Opernstudio Niederrhein, die von ihm musikalisch arrangierte Operetten-Revue "Wär' nur die Sehnsucht nicht so groß", sowie das Comedy-musical "I love you, you're perfect now change", und aktuell Michael Nymans „Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte“. Darüber hinaus dirigierte er Vorstellungen von „Katja Kabanowa“ (Janáček), „Der Konsul“, (Menotti), "Das Land das Lächelns" (Léhar), "Frau Luna" (Lincke), "Die kleine Meerjungfrau Rusalka" nach A. Dvorak, sowie in den Spielzeiten 2016/17 und 17/18 Glucks „Orpheus und Eurydike“. 2015 rief er am selben Theater eine eigene Liederabendreihe („LiedGut“) ins Leben, die mit vier Programmen pro Spielzeit das kulturelle Angebot ebenso um klassisches wie ausgefallenes Liedrepertoire bereichert. Eine intensive Auseinandersetzung mit historischer Aufführungspraxis und der Musik der Frühklassik mündete u.a. in
 eine CD-Produktion mit der Koloratursopranistin Charlotte Schäfer und der Neuen Düsseldorfer Hofmusik, die neben Arien des jungen Mozart mehrere Weltersteinspielungen von Opernarien Traettas, Jommellis und Sartis beinhaltet, die Preiser eigens für diese Produktion nach alten Handschriften neu ediert hat.
 

 

 

 

 

Mihkel Kütson

Mihkel Kütson - Generalmusikdirektor 

 

geboren 1971 in Tallinn (Estland), studierte zunächst in seiner Heimatstadt und dann als Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) in der Dirigierklasse von Prof. Klauspeter Seibel an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Meisterkurse bei Kurt Sanderling, Fabio Luisi und Massur prägten seinen Werdegang.

 

Mit 27 Jahren wurde er zum Generalmusikdirektor des Theaters Vanemuine und des Vanemuine Sümfooniaorkester in Estland berufen, wo er dieses Amt von 1999 bis 2004 und von 2008 bis 2011 innehatte. Von 2001 bis 2006 war er eng mit der Niedersächsischen Staatsoper Hannover verbunden, zunächst als Gastdirigent und von 2002 als Erster Kapellmeister. Dort hatte er die Möglichkeit, sein breites Repertoire weiter auszubauen. Mittlerweile umfasst es über 60 Bühnenwerke. Gastverträge führten ihn unter anderem an die Semperoper Dresden, an die Komische Oper Berlin, an die Estnische Nationaloper und die Deutsche Oper am Rhein. Im August 2004 leitete er das Gastspiel der Staatsoper Hannover mit Verdis Il trovatore beim renommierten Edinburgh International Festival.

 

2002 wurde Mihkel Kütson ins Förderprogramm „Dirigentenforum“ des Deutschen Musikrats aufgenommen und erhielt im Oktober 2006 als erster Dirigent den Deutschen Dirigentenpreis.

 

Von 2007 bis 2012 war er Generalmusikdirektor am Landestheater Schleswig-Holstein.Seine erste Premiere dort war Alban Bergs Wozzeck, die Eröffnungspremiere der Saison 2008/09 – Tannhäuser – wurde für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert. Auch Ferruccio Busonis Doktor Faust (2009) fand überregional Aufmerksamkeit und Anerkennung.

Seit der Saison 2012/13 hat Mihkel Kütson das Amt des Generalmusikdirektors am Theater Krefeld / Mönchengladbach inne. Er dirigiert u.a. Peter Grimes, Rosenkavalier, Un ballo in maschera, Rienzi und Katja Kabanova.

 

Als Gastdirigent arbeitete Mihkel Kütson mit zahlreichen Orchestern, wie der Staatskapelle Dresden, dem WDR Sinfonieorchester, dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem NDR Sinfonieorchester, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den Düsseldorfer Symphonikern, den Nürnberger und Stuttgarter Philharmonikern, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem National Symphony Orchestra of Ireland, dem Warsaw Philharmonic, der Philharmonia Taiwan und dem Estnischen Nationalorchester zusammen.